Das Internet of Things befeuert Open Source

Theoretisch wichtig, aber bislang erst Projekte in der Praxis: So lautet das Ergebnis einer Umfrage von TechValidate zum Internet of Things. Bei den dafür eingesetzten Technologien sind Open-Source-Komponenten gut positioniert.

Die Bedeutung des Internet of Things erkennen Unternehmen zwar, allerdings plant aktuell erst weniger als ein Viertel eine entsprechende Initiative, hat einen Prototypen entworfen oder gar ein Projekt umgesetzt. Das belegt eine Umfrage, die das Marktforschungsunternehmen TechValidate im Auftrag von des Open-Source-Anbieters Red Hat unter 200 IT-Entscheidern aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen durchgeführt hat.

55 Prozent der Befragen halten das Internet of Things für ihr Unternehmen als wichtig. Das entspricht einem Anstieg um 12 Prozent gegenüber einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2015. In der Praxis allerdings gibt es allerdings erst wenige Projekte, und diese sind noch in einer frühen Phase.

89 Prozent der Befragten setzen in ihren Projekten auf Open-Source-Lösungen. Für 22 Prozent ist Middleware einer der wichtigsten Bestandteile der dafür eingesetzten Lösungen. Auch Partner spielen der Studie zufolge eine wichtige Rolle. Als wichtige Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von Projekten wurden Systemintegratoren (43 Prozent), Plattformanbieter (43 Prozent) und Kommunikationsspezialisten (31 Prozent) genannt. Für die große Mehrheit der Befragten (58 Prozent) bietet das Internet of Things nicht nur die Möglichkeit vorhandene Prozesse effizienter zu gestalten, sondern auch neue Marktpotenziale zu erschließen.

„Unternehmen gehen das Internet of Things eher bedächtig und überlegt an“, erläutert die Studie. Open Source sei in einer guten Position, sich in diesem Bereich zu einer dominierenden Technologie zu entwickeln. Unabhängig von sämtlichen Tcehnologiebetrachtungen käme den Partnern beim Projekterfolg eine wichtige Rolle zu. Generell würden Unternehmen das Internet of Things als eine neue Einnahmequelle betrachten und nicht nur als eine Quelle für reine Kostensenkungen oder als Absicherung bestehender Produkte und Märkte.  Jürgen Frisch