Business Intelligence kommt noch nicht bei jedem Mitarbeiter an

Business Intelligence kommt noch nicht bei jedem Mitarbeiter an

Software für Business Intelligence (BI) wird in immer mehr Unternehmensbereichen beispielsweise für Reporting und Analyse genutzt. Doch laut dem“The BI Survey 2015” nutzt vielerorts durchschnittlich nicht einmal jeder zehnte Mitarbeiter solche Werkzeuge.

Business-Intelligence (BI)-Software für die tägliche Auswertung von Geschäftsinformationen bleibt in der Praxis immer noch auf eine prozentual überschaubare Nutzerzahl beschränkt. So hatte der jährlich vom Business Application Research Center (BARC) erstellte “The BI Survey” in den vergangen zwei Jahren keine Zunahme registriert. Vielmehr verharrte der statische Median bei elf Prozent. Erst 2015 lasse sich eine Zunahme auf einen Median von 13 Prozent verzeichnen. Bei 45 Prozent der 2071 Teilnehmer zeigte sich laut BARC zudem, dass in ihren Organisationen durchschnittlich nicht einmal jeder zehnte Mitarbeiter Business Intelligence nutzt.

BI aus der Cloud bietet flexible Nutzung und einfachen Zugang

„Neue und neuartige Anwendungsgebiete wie die Steuerung und das Controlling operativer Prozesse sowie eine steigende Nachfrage nach Werkzeugen, die sich einfacher bedienen lassen, mehr gleichzeitige Nutzer unterstützen und insgesamt flexibler verwendbar sind, fördern die Verbreitung und Akzeptanz von BI-Software“, kommentiert Dr. Carsten Bange, Gründer und Geschäftsführer BARC, den Anstieg. Die Nutzung von Cloud-basierten BI-Lösungen könnte laut Dr. Bange die Marktdurchdringung in der kommenden Zeit weiter steigern. Vor allem die flexible Nutzung und der einfache Zugang würden das Interesse Unternehmen für die Cloud erhöhen. „Bislang nutzen aber noch wenige Anwender Cloud-BI-Lösungen, wie The BI Survey 15 jetzt gezeigt hat.”

Einsatz von Predictive Analytics wächst

BARC-Survey15_1Bereits heute setze jedes fünfte Unternehmen laut The BI Survey 15 Werkzeuge und Methoden für Predictive Analytics und Data Mining ein. Gemeint sind damit insbesondere Verfahren der fortgeschrittenen Analyse aus der Statistik und dem maschinellen Lernen zur Mustererkennung in Daten, die beispielsweise die Bildung von Segmenten, das Erkennen von Abhängigkeiten oder die Vorhersage von Werten oder Klassenzugehörigkeiten unterstützen. Wie groß derzeit das Interesse ist, zeigt sich daran, dass 40 Prozent aller Unternehmen in den kommenden Jahren ihre BI-Lösungen für diesen Zweck verwenden wollen (siehe Grafik 1).

 

BI-Einsatz in der Produktion und Prozessen steigt an

BARC-Survey15_2Eine weitere Erkenntnis aus dem The BI Survey 15 sei die verstärkte Nutzung von Business Intelligence im Bereich Produktion/Prozesssteuerung (Grafik 2). Zwar sind weiterhin die Fachbereiche Finance (85 Prozent), Management (68 Prozent) und Sales (62 Prozent) die häufigsten Nutzer von BI-Software, doch ist die Verbreitung in der Produktion/Prozesssteuerung in den letzten zwei Jahren auf nunmehr 51 Prozent aller Unternehmen gestiegen. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte die Produktion/Prozesssteuerung in den kommenden drei Jahren zum dritthäufigsten Anwendungsgebiet von BI aufsteigen und damit Sales und auch IT übertreffen. “Dieses Ergebnis spiegelt den allgemeinen Trend wider, Business Intelligence operativer als bisher einzusetzen”, erklärt Dr. Bange. „Reporting- und Analysefunktionen sind in die operativen Prozesse eingebunden, um Abläufe in Echtzeit zu steuern oder sie besser zu verstehen, um so beispielsweise die Planung zu verbessern.“

The BI Survey 15

The BI Survey 15 basiert den Angaben zufolge auf der weltweiten Befragung von über 3000 BI-Experten zur Softwareauswahl, Implementierung und Nutzung von BI-Lösungen. Im Einzelnen enthalte die englischsprachige Untersuchung detaillierte Beurteilungen zu 35 Produkten von 30 Anbietern, darunter sowohl Marktgrößen wie IBM, Microsoft, Oracle und SAP, als auch BI-Spezialisten wie Information Builders, MicroStrategy, Qlik, SAS Institute und Tableau. hei

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